Die Psychologie des Forums

Ja, da wurde doch tatsächlich eine psychologische Abhandlung über die Charaktere aus dem König der Löwen und ihre Störungen erstellt. Das brachte mich dazu, mich mit dem Thema etwas tiefer auseinanderzusetzen…

Auch in unserem Forum, als natürlich absolut repräsentativem Querschnitt der deutschen Bevölkerung, finden sich verschiedene Typen. Ich habe mich hier mal einer wissenschaftlich fundierten und äußerst anerkannten Quelle folgend (Wikipedia) an eine Übertragung der verschiedenen Charaktertypen in unseren Forumsalltag gemacht:

  • Der Narzisst: Ihn erkennt man daran, dass er gerne Bilder von sich selbst veröffentlicht. So jetzt durchsucht mal eure geposteten Fotos. Wer hat den überwiegenden Teil davon mit sich selbst darauf?

Ich poste ja persönlich recht wenige Bilder aus dem Urlaub…

  • Schizoider Charakter: Ihn zeichnet ein Distanzbedürfnis und Angst vor Nähe aus. Schaut euch doch mal all die Gören an, die nicht zu den Charactern gehen und schreiend von Mama und Papa dazu gezwungen werden müssen. Na, kommt euch bekannt vor?

Mein Distanzbedürfnis ist in WDW immer recht stark ausgeprägt. Wenn ich die Massen in der Mainstreet sehe, würde ich gerne „Feuer“ rufen und wenn ich den portugiesischen Horden begegne, wäre ich gerne ganz weit weg. Einzig der Gedanke an ein 7:1 hält mich dann an Ort und Stelle und ich laufe mit stolz geschwellter Brust mitten durch.

  • Depressiver Charakter: Dazu möchte ich nicht all zu viel sagen, da es sonst beleidigend für einige im Forum rüber kommen könnte, die tatsächlich an dieser Krankheit leiden.

Ich erlebe diesen depressiven Charakter immer dann, wenn Abflugtag in WDW ist und meine beiden Liebsten Rotz und Wasser heulen. Dieser Blues hält dann meist so lange an, bis die Bestätigung für das neue Jahr kommt.

Bei mir selbst erkenne ich diese depressiven Charakterzüge meist beim Essen, wenn ich traurig Messer und Gabel ablege, weil das Steak verputzt ist.

  • Zwanghafter Charakter: Warum das einer „analen Phase“ zugeordnet wird, kann ich nicht sagen… besser, möchte ich nicht sagen, da hier auch Kinder mitlesen. Sie zeichnet sich durch „Kontrollbedürfnis, Sparsamkeit, Eigensinn und Genauigkeit“ aus. Ich kenne mindestens einen Waschbären aus dem Forum, den ich hier eingruppieren würde…

Allerdings finde ich mich hier auch wieder. Geiz ist mein zweiter Vorname und Kontrolle ist wichtig. Flugangst habe ich zum Glück keine – solange der Pilot eine tiefe Stimme hat -, aber ich lasse mir zum Beispiel ungern von meiner weiblichen Navistimme den Weg erklären…natürlich steckt da auch etwas Lebenserfahrung dahinter…

  • Hysterischer Charakter: Ich dachte, ich weiß, was das ist und gleich gehen bei mir so gewisse panische Berichte und Vorberichte aus den Forum vor meinem geistigen Auge auf: „Hilfe Baustelle im Hotel; Slip in der Hochzeitssuite; Merchandise ausverkauft, wo bekomme ich es her; Bubble droht zu platzen, weil…“

Tatsächlich jedoch zeichnet diesen Charakter Verdrängung, Verleugnung, Geltungsbedürfnis und sexualisierters Verhalten bzw. Angst davor aus.

So ein Mist aber auch. Ich bin auch noch hysterisch. Mein Gewichtsproblem verdränge ich gekonnt und wer sagt, er schreibt einen Block und hat kein Geltungsbedürfnis, der ist schon wieder bei der Verdrängung.

Fazit: Auch ohne zu schauen, welche Persönlichkeitsstörung ich habe, reicht mir die Selbstanalyse meiner Grundcharakterzüge schon aus. Ich bin wohl ein schizoid, depressiver, hysterischer Zwangi. Kurz, für manche bin ich der größte Arsch der Welt. Wie gut, dass ich auch ein Narzisst bin und mir diese ganze Psychoscheiße am Allerwertesten vorbeigeht.

So sieht Grumpy die Welt.

Der Feind in meinem Bad

Weihnachten, die Zeit der Liebe und der Hiebe (wann gibt es mehr Familienstreitigkeiten als zu dieser Zeit) ist mal wieder vorbei.

Vorbei sind die Genußorgien mit Braten, Kuchen und jeder Menge Naschereien. Jetzt kommt die Zeit der Buße. Man büßt nämlich, dass man Oma nicht widerstanden hat, als sie das dritte Stück Kuchen auf den Teller geschaufelt hat. Man büßt, dass man das Sportprogramm aus Zeitmangel ausgelassen hat. Man büßt die Abende vor dem Fernseher mit all den TV-Weihnachtstraditionen (vom frechen Michel über den wohlerzogenen Lord über die schrullige Miss Marple bis hin zur hyperaktiven Kiddo aus Kill Bill) und man büßt die Plätzchen und Knabbereien zum Film.

Dann kommt nach den Feiertagen der eine, nicht zu vermeidende Moment: Weighing Day. Da steht es, das flache Monster und wartet auf einen. Nein, nicht meine Frau, meine Waage.

Man bringt es hinter sich und steigt auf das Monster (immernoch ist die Waage gemeint) und alle Jahre wieder trifft einen der Blitz. Diese Zahl da unten kann doch gar nicht sein. Dazu hätte ich die letzte Woche ja 25.000 Kalorien zu mir nehmen müssen. Lass mich mal rechnen…und spätestens nach zwei berechneten Tagen stellt man überschlägig fest, dass man diese 25.000 Kalorien auch zu sich genommen hat.

Es bleiben also nur drei Alternativen:

  1. So tun, als sei alles in Ordnung – Verdrängung sagt der Psychologe. Allerdings sagen einem die Klamotten und das laute Schnaufen, wenn man Treppen steigt, das dem nicht so ist. Spätestens, wenn schwangere Frauen im Bus für einen Aufstehen, weil sie „wissen, wie man sich so fühlt“ sollte einem klar werden, dass das eine schlechte Strategie ist.
  2. Dazu stehen und sich mit der Kohle der Weihnachtsgeschenke der Verwandschaft erst einmal neue, passende Klamotten kaufen (Man, beneide ich die Scheichs mit ihren weiten Gewändern. Die passen immer.). Das ist aber auch keine Dauerlösung, weil nach Weihnachten ist vor Weihnachten und dann wird das Ganze irgendwann exponentiell.
  3. DIÄT. Kein Wort tut so weh wie dieses. Es rangiert in meiner persönlichen Schmerzensliste noch vor Zahnarztbesuch.

Ich habe mich dennoch für Tor drei und damit für den Zonk entschieden. „Mach mal halblang“ wird wieder zum Lebensmotto. 25.000 Kalorien einzusparen dauert unendlich lange und dabei liegen da noch die ganzen Süßigkeiten von Weihnachten, die nach mir rufen: „Mein Schatz…“.

Die werden ja nicht besser, haben viel Geld gekostet, wurden mit Liebe geschenkt und nach der Diät will man ja nicht gleich wieder zunehmen, also müssen die dringend noch vorher weg. Außerdem, wenn ich die nicht esse, muss es jemand anderes tun und der hat dann die gleichen Problem wie ich. Also opfere ich mich noch ein letztes Mal für ein paar Tage, auch wenn ich weiß, dass mir das nicht gedankt werden wird. Fangen wir halt etwas später an, so nach dem Neujahr. Schließlich will man da ja noch etwas feiern… und trinken… und essen…

So sieht Grumpy (der mit den zu kurzen Beinen für sein Gewicht) die Welt.

Ein Ring Sie zu knechten

Ein noch heute gebräuchliches Unterdrückerwerkzeug ist an vielen männlichen Händen zu erkennen: Der Ehering.

Klein und unscheinbar symbolisiert er doch die Besitz- und Herrschaftsansprüche der Frau über den Mann. Viele Männer tragen Inschriften mit den Namen der Frau – eine Art Besitzausweis gegenüber anderen Frauen, da das früher weit verbreitete Branding heute verboten ist. Außerdem findet man im Ring meist das Hochzeitsdatum. Letzteres wird gerne eingraviert, damit der Kerl auch keine Chance mit der Ausrede hat, er hätte das genaue Datum nicht mehr gewusst, wenn er wieder einmal den Hochzeitstag vergessen hat. Ich glaube diese Tipps werden in geheimen Sitzungen von der Mutter auf die Tochter weitergegeben.

Ich glaube auch, dass man noch eine weitere berühmte Zeile eingraviert finden würde, wenn man den Ring in glühende Lava legen würde. Dann käme Folgendes zum Vorschein: „Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden!“

Ich bin mir ganz sicher, dass die Zunft der Juweliere einen Teil der Seele Saurons gefangen und versklavt hält, der irgendwo am Ätna oder einem anderen Vulkan dazu gezwungen wird, in Massenproduktion diese Eheringe herzustellen.

Gejagt, bedroht und bekämpft wurde der Ringträger von den Ringgeistern, den Nazgul, dunklen Gestalten mit dunklen Fähigkeiten. Diese wurden bekanntlich vernichtet. An Ihre Stelle sind nun andere dunkle Gestalten gerückt: Schwiegermütter. Fragt sich, was schlimmer ist…

Der echte Ring hatte besondere Fähigkeiten. So konnte er unsichtbar machen. Bruchstücke dieser Macht sind noch vorhanden. So versuchen Männer sich, wo es geht, vor Ihren Gebieterinnen unsichtbar zu machen, vor allem bei der Hausarbeit…

Außerdem haben neue Ringe auch von Frauen unerwünschte Nebenwirkungen.Sie führen zu einer besonderen Form des selektiven Hörverlust. Männer können bestimmte Frequenzen, die meist der Stimme ihrer Gebieterin entspricht, nicht mehr so gut hören. Außerdem haben neuere Untersuchungen bewiesen, dass Ringträger zu mit den Jahren steigendem Bauchansatz neigen.

Das Original der Ringe konnte sich dem Finger des Trägers anpassen. Leider können das moderne Eheringe nicht. Im Gegenteil, im Laufe der Jahre werden sie meist enger und schnüren den Finger ab, damit man ihn auch niemals mehr runter bekommt.

Männer seid gewarnt! Aus eurem Schatz wird eine Last, die ihr nur unter schwersten Entbehrungen am Schicksalsberg (neudeutsch: Scheidungsgericht) wieder los werdet. Auf dem Weg dahin werdet ihr viel Leid erfahren…

So sieht Grumpy die Welt

 

Brexit

Da gehen sie hin! Meine liebsten Spotziele sind beleidigt und ziehen sich aus der Welt zurück. Zu viel Überfremdung, heißt es. Es tut einem Volk, das durch Inzucht die durchschnittlich hässlichsten Menschen Europas ihr eigen nennt, sicher nicht gut, wenn mal etwas frisches Blut auf die Insel kommt…

Die britische Kultur sehen die Brexit-Unterstützer in Gefahr. Logisch, dass man dem Muselmanen sehr skeptisch gegenüber steht. Schließlich schafft der es, Kinder zu zeugen, ohne sich die Alte schöntrinken zu dürfen. Vielleicht sollte man einfach von denen lernen und die besonders häßlichen Exemplare unter einem Schleier verstecken.

So eine Vollkörper-Bekleidung hätte auch für das Volk der Rothäute (ich meine nicht die Indianer) im Sommer riesige Vorteile. Keine verbrannte Haut mehr, Tatoos müssen nicht vom hässlichen Gesicht ablenken und die verschobenen Körperproportionen kann man unter den weiten Umhängen super verbergen. Es wäre sicher auch kein Problem gewesen, solche Ganzkörperkleidung in Vereinsdesign zu entwerfen. Zur Not hätte man diese Klamotte dann sogar als Handtuch zur Reservierung für die Liege am Pool in Malle benutzen können.

Da stellt sich für mich eigentlich die Frage, was typisch britisch ist und was ich davon vermissen werde? Da wäre die britische Höflichkeit. Ob man will oder nicht bieten die einem einen Sitzplatz an. Wie zuletzt bei dem EM zu sehen, sind die so freundlich, dass sie armen Fußballfans anderer Länder zu Entspannung ihrer Füße sogar Stühle nachwerfen…

Die berühmte englische Küche ist so ein Nationalgut, mit dem ich nichts anfangen kann. Dass man vor hundertfünfzig Jahren gegessen hat, was die karge Insel hergegeben hat, kann ich verstehen, aber Weiterentwicklung des Geschmacks sieht doch anders aus.

Ich werde aber das englische Königshaus vermissen. Mit dem Brexit nehmen sie uns unsere Queen weg und die schönen Skandälchen. Wir werden das weiter in der Klatschpresse lesen können, aber irgendwie gehören wir dann nicht mehr dazu. Was sollen wir dann machen? Gauck war nicht gerade ein schlagzeilenträchtiges Staatsoberhaupt und der Christian mit der gut aussehenden Ische (Wie hieß die Olle noch mal?) hat sich ja auch nicht lange gehalten. Die anschließende Trennung lief ohne Telefonmitschnitte, Skandalbüchern und Todesdrama im Tunnel. Zum Schluss kamen sie sogar wieder zusammen. Die Königshausskandale werden mir zugegeben etwas fehlen.

Nicht zu vergessen, quasi auch eine Form des britischen Kulturguts, ist die Skepsis gegen alles aus Brüssel. „I want my Money back'“ hat die hübsche Margret einmal gesagt und die EU hat gekuscht. „I want my frontier back“ hat der Horst gesagt und Angie hat ihn ausgelacht und gleich die ganzen EU-Grenzen aufgemacht. Auch wenn sie äußerlich doch beide eine gewisse Ähnlichkeit haben, die Dame mit der Betonfrisur und die Dame mit dem Betonlächeln (Kann man als Physiker eigentlich lachen?), so war die englische Lady doch mehr auf das Wohl ihres Landes aus, als die weltoffene Angie. Kein Wunder, immerhin hat Angie ihre Heimat verloren, als die DDR verschwand. Jetzt will sie sich wohl an uns rächen.

Aber zurück zu den Engländern…und Walisern…und Schotten…und Nordiren. Eigentlich sind das ja mehrere Länder und es funktionierte bis jetzt ganz gut. Man versteht sich nicht, mag sich nicht, bleibt aber dennoch zusammen, weil einer seinen Scheiß dorthin verkauft und der andere Subventitionen erhält. Sowas Ähnliches wie die EU eben. Allerdings überlegen die Nordiren und die Schotten aus dem United Kingdom auszutreten und in der EU zu bleiben. Klar, sind ja auch Nehmerländer. Außerdem munkelt man, dass die Schotten einfach nur zu geizig seien, überall die EU-Zeichen runterzukratzen.

Lange Rede kurzer Sinn. Ich werde die Engländer vermissen mit ihrer gesunden Skepsis und ihrem skurrilen Auftreten. Das war auch in WDW so. Was habe ich auf die geschimpft…bis sie wegblieben und dafür die Brasilianer kamen… Apropos, sind die nicht auch pleite und suchen einen Finanzier? In der EU wäre jetzt ein Platz frei…

So sieht euer Grumpy die Welt

Disney kann zaubern – oder: Wie man auf wundersame Weise Geld vermehrt

Alle Jahre wieder sitzt man in der Disney-Zentrale zusammen und überlegt, wie man noch mehr Geld aus der Unterhaltungsmaschine pressen könnte. Damit folgt man dem Auftrag der Fed, die noch nicht mit der Entwicklung der Inflation innerhalb der USA zufrieden ist. Man verfolgt also rein volkswirtschaftliche Ziele zum Wohle aller.

War es letztes Jahr noch die Idee „Komm lass uns die Jungs ausnehmen indem wir ein Remake von Star Wars machen und die Merchandise-Industrie einbinden. Das hat ja vorletztes Jahr super bei den Mädels mit Frozen geklappt.“ hat man in diesem Jahr die Preiserhöhung und die nicht mehr so kleine Schwester, die Gebühr, entdeckt.

An allen kleinen Stellschrauben wird gedreht. Parkgebühren, Restortfees (in Planung), Übernachtung, Essen, Merchandise, reduzierte Angebote…Gepaart mit Einsparungen kann man wunderbar Raubtierkanibalismus zelebrieren. Hier werfen wir ein paar Performer raus. Die Familien sind ja egal. „Was hat sich Papa auch so einen unsicheren Job gesucht. Kann ja bei Universal arbeiten oder bei Seaworld. Wollten die nicht die Orkashow kippen? Da kann Papa doch als Killerwalattrappe wunderbar seine Späße im Becken machen.“

Dort werden die Showzeiten und Paraden beschnitten. „Ach das ist doch Pipikram. Lasst uns doch einfach die Parks etwas früher zumachen und den Mitarbeitern damit die Zulagen kappen. Gleichzeitig sparen wir uns ein paar Monorailfahrten. Die Besucher können ruhig die Fähre nehmen. Auch wenn es dann länger dauert, wir machen deshalb ja auch früher zu. So verliert der Besucher keine Zeit gegenüber früher. Er kommt zur selben Zeit im Hotel an, wie früher. Da bekommt das Wort Extra Magic Hours eine ganz andere Bedeutung…“

Wie man auch noch an notwendigen Wartungen, Reinigung und Renovierungen spart, kann man sich ja in Paris anschauen. Gerüchten zufolge sind die zuständigen Abteilungsleiter von Paris nach Florida abgeordnet worden…

Meine Lieblinge sind ja alle Formen von Gebühren. In Englisch „Fees“ genannt. Wie beim deutschen Wort „Fee“ erscheint dort aus dem Nichts etwas, was vorher nie da gewesen war, niemand vermisst hatte und schafft einen Mehrwert, der keiner ist oder vorher keiner war, weil kostenlos.

In der Diskussion sind Resortfees mit der Begründung als Bezahlung für die Busbenutzung, ob man fährt oder nicht, die Liveguards, ob man absäuft oder nicht, Parkplätze, ob man ein Auto hat oder nicht, Unterhaltung, ob man im Hotel ist oder nicht, WiFi, ob man es braucht oder nicht und Magic Bands, ob man die will oder nicht.

Gerade Magic Bands sind ja eine so tolle neue Sache. Da ersetzt man vorher kostenlose Tickets, kostenlose Fastpässe, kostenlose Photopassausweise und notwendige Zimmerschlüssel. Spart reiheinweise Papier und Personal und beteiligt den Kunden dann noch an den übrigbleibenden Kosten. Na wenn das kein Feenzauber ist.

Besonders freut mich dann immer der Hinweis der Disneyjünger im Forum, dass das die anderen auch machen. Dieser Logik folgen unsere Politiker auch immer: Die Mehrwertsteuer in Deutschland ist nur im Mittelfeld in der EU. Klar, aber insgesamt haben wir die höchste Steuerlast in der EU. Gleiches kann man auf WDW übertragen. Das ist insgesamt auch das teuerste Reiseziel vor Ort. Aber zahlt ihr ruhig ohne Beschwerden. Vielleicht eröffnet Disney auch noch ein Spendenkonto bei Gringotts, das man wegen seines schlechten Gefühls füllen soll, wenn man wieder einmal bei Universal fremdgegangen ist.

Für alle Disneykapitalisten hätte ich hier noch ein paar Ideen, wie man Geld machen kann:

– Einführung einer Becher, Teller und Besteck-Fee. Immerhin kennen so etwas die Italiener in ihrem Land auch.

– Einführung von Serways Toiletten („50 Cent für Ihren Einkauf und 20 Cent für unseren Service“). Schon die Römer sagten, Geld stinkt nicht.

– Luftreinhaltungsfee: Man muss die vielen Bäume auf dem Gelände ja auch unterhalten.

– Auslassfee: Jeder muss zahlen, wenn er das Gelände verlässt und eventuell sein Geld woanders ausgibt. Das wäre Esta nur konsequent weitergedacht.

– Straßenbenutzungsfee für die Marathonläufer. Immerhin muss man für die extra Umleitungen aufbauen. Eigentlich könnte man gleich eine PKW-Maut einführen. Machen doch viele Länder auch.

– Befummelungsfee: Für jede Untersuchung am Parkeingang muss man bezahlen. Das läuft ja auch am Flughafen so. Für eine genauere Untersuchung ist dann noch zusätzlich Vergnügungssteuer zu entrichten.

– Grundwasserabgabe oder Bewässerungsfee für alle Wasserattraktionenfahrer. Schließlich muss man das Wasser der Umwelt entnehmen und wieder recyceln und in Deutschland gibt es so eine Entwässerungsgebühr ja auch.

– Fernsehgebühr. Das sind doch die Deutschen gewohnt. Egal, ob man den Rotz schaut, man bezahlt dafür.

– Benzinzuschlag für die Busse. Die Fluggesellschaften machen das auch, auch wenn die Kerosinpreise drastisch gefallen sind.

Also immer weiter. Es liegt noch ein weiter Weg vor euch…

So sieht Grumpy die Welt der Preistreiber!