Brexit

Da gehen sie hin! Meine liebsten Spotziele sind beleidigt und ziehen sich aus der Welt zurück. Zu viel Überfremdung, heißt es. Es tut einem Volk, das durch Inzucht die durchschnittlich hässlichsten Menschen Europas ihr eigen nennt, sicher nicht gut, wenn mal etwas frisches Blut auf die Insel kommt…

Die britische Kultur sehen die Brexit-Unterstützer in Gefahr. Logisch, dass man dem Muselmanen sehr skeptisch gegenüber steht. Schließlich schafft der es, Kinder zu zeugen, ohne sich die Alte schöntrinken zu dürfen. Vielleicht sollte man einfach von denen lernen und die besonders häßlichen Exemplare unter einem Schleier verstecken.

So eine Vollkörper-Bekleidung hätte auch für das Volk der Rothäute (ich meine nicht die Indianer) im Sommer riesige Vorteile. Keine verbrannte Haut mehr, Tatoos müssen nicht vom hässlichen Gesicht ablenken und die verschobenen Körperproportionen kann man unter den weiten Umhängen super verbergen. Es wäre sicher auch kein Problem gewesen, solche Ganzkörperkleidung in Vereinsdesign zu entwerfen. Zur Not hätte man diese Klamotte dann sogar als Handtuch zur Reservierung für die Liege am Pool in Malle benutzen können.

Da stellt sich für mich eigentlich die Frage, was typisch britisch ist und was ich davon vermissen werde? Da wäre die britische Höflichkeit. Ob man will oder nicht bieten die einem einen Sitzplatz an. Wie zuletzt bei dem EM zu sehen, sind die so freundlich, dass sie armen Fußballfans anderer Länder zu Entspannung ihrer Füße sogar Stühle nachwerfen…

Die berühmte englische Küche ist so ein Nationalgut, mit dem ich nichts anfangen kann. Dass man vor hundertfünfzig Jahren gegessen hat, was die karge Insel hergegeben hat, kann ich verstehen, aber Weiterentwicklung des Geschmacks sieht doch anders aus.

Ich werde aber das englische Königshaus vermissen. Mit dem Brexit nehmen sie uns unsere Queen weg und die schönen Skandälchen. Wir werden das weiter in der Klatschpresse lesen können, aber irgendwie gehören wir dann nicht mehr dazu. Was sollen wir dann machen? Gauck war nicht gerade ein schlagzeilenträchtiges Staatsoberhaupt und der Christian mit der gut aussehenden Ische (Wie hieß die Olle noch mal?) hat sich ja auch nicht lange gehalten. Die anschließende Trennung lief ohne Telefonmitschnitte, Skandalbüchern und Todesdrama im Tunnel. Zum Schluss kamen sie sogar wieder zusammen. Die Königshausskandale werden mir zugegeben etwas fehlen.

Nicht zu vergessen, quasi auch eine Form des britischen Kulturguts, ist die Skepsis gegen alles aus Brüssel. „I want my Money back'“ hat die hübsche Margret einmal gesagt und die EU hat gekuscht. „I want my frontier back“ hat der Horst gesagt und Angie hat ihn ausgelacht und gleich die ganzen EU-Grenzen aufgemacht. Auch wenn sie äußerlich doch beide eine gewisse Ähnlichkeit haben, die Dame mit der Betonfrisur und die Dame mit dem Betonlächeln (Kann man als Physiker eigentlich lachen?), so war die englische Lady doch mehr auf das Wohl ihres Landes aus, als die weltoffene Angie. Kein Wunder, immerhin hat Angie ihre Heimat verloren, als die DDR verschwand. Jetzt will sie sich wohl an uns rächen.

Aber zurück zu den Engländern…und Walisern…und Schotten…und Nordiren. Eigentlich sind das ja mehrere Länder und es funktionierte bis jetzt ganz gut. Man versteht sich nicht, mag sich nicht, bleibt aber dennoch zusammen, weil einer seinen Scheiß dorthin verkauft und der andere Subventitionen erhält. Sowas Ähnliches wie die EU eben. Allerdings überlegen die Nordiren und die Schotten aus dem United Kingdom auszutreten und in der EU zu bleiben. Klar, sind ja auch Nehmerländer. Außerdem munkelt man, dass die Schotten einfach nur zu geizig seien, überall die EU-Zeichen runterzukratzen.

Lange Rede kurzer Sinn. Ich werde die Engländer vermissen mit ihrer gesunden Skepsis und ihrem skurrilen Auftreten. Das war auch in WDW so. Was habe ich auf die geschimpft…bis sie wegblieben und dafür die Brasilianer kamen… Apropos, sind die nicht auch pleite und suchen einen Finanzier? In der EU wäre jetzt ein Platz frei…

So sieht euer Grumpy die Welt

Disney kann zaubern – oder: Wie man auf wundersame Weise Geld vermehrt

Alle Jahre wieder sitzt man in der Disney-Zentrale zusammen und überlegt, wie man noch mehr Geld aus der Unterhaltungsmaschine pressen könnte. Damit folgt man dem Auftrag der Fed, die noch nicht mit der Entwicklung der Inflation innerhalb der USA zufrieden ist. Man verfolgt also rein volkswirtschaftliche Ziele zum Wohle aller.

War es letztes Jahr noch die Idee „Komm lass uns die Jungs ausnehmen indem wir ein Remake von Star Wars machen und die Merchandise-Industrie einbinden. Das hat ja vorletztes Jahr super bei den Mädels mit Frozen geklappt.“ hat man in diesem Jahr die Preiserhöhung und die nicht mehr so kleine Schwester, die Gebühr, entdeckt.

An allen kleinen Stellschrauben wird gedreht. Parkgebühren, Restortfees (in Planung), Übernachtung, Essen, Merchandise, reduzierte Angebote…Gepaart mit Einsparungen kann man wunderbar Raubtierkanibalismus zelebrieren. Hier werfen wir ein paar Performer raus. Die Familien sind ja egal. „Was hat sich Papa auch so einen unsicheren Job gesucht. Kann ja bei Universal arbeiten oder bei Seaworld. Wollten die nicht die Orkashow kippen? Da kann Papa doch als Killerwalattrappe wunderbar seine Späße im Becken machen.“

Dort werden die Showzeiten und Paraden beschnitten. „Ach das ist doch Pipikram. Lasst uns doch einfach die Parks etwas früher zumachen und den Mitarbeitern damit die Zulagen kappen. Gleichzeitig sparen wir uns ein paar Monorailfahrten. Die Besucher können ruhig die Fähre nehmen. Auch wenn es dann länger dauert, wir machen deshalb ja auch früher zu. So verliert der Besucher keine Zeit gegenüber früher. Er kommt zur selben Zeit im Hotel an, wie früher. Da bekommt das Wort Extra Magic Hours eine ganz andere Bedeutung…“

Wie man auch noch an notwendigen Wartungen, Reinigung und Renovierungen spart, kann man sich ja in Paris anschauen. Gerüchten zufolge sind die zuständigen Abteilungsleiter von Paris nach Florida abgeordnet worden…

Meine Lieblinge sind ja alle Formen von Gebühren. In Englisch „Fees“ genannt. Wie beim deutschen Wort „Fee“ erscheint dort aus dem Nichts etwas, was vorher nie da gewesen war, niemand vermisst hatte und schafft einen Mehrwert, der keiner ist oder vorher keiner war, weil kostenlos.

In der Diskussion sind Resortfees mit der Begründung als Bezahlung für die Busbenutzung, ob man fährt oder nicht, die Liveguards, ob man absäuft oder nicht, Parkplätze, ob man ein Auto hat oder nicht, Unterhaltung, ob man im Hotel ist oder nicht, WiFi, ob man es braucht oder nicht und Magic Bands, ob man die will oder nicht.

Gerade Magic Bands sind ja eine so tolle neue Sache. Da ersetzt man vorher kostenlose Tickets, kostenlose Fastpässe, kostenlose Photopassausweise und notwendige Zimmerschlüssel. Spart reiheinweise Papier und Personal und beteiligt den Kunden dann noch an den übrigbleibenden Kosten. Na wenn das kein Feenzauber ist.

Besonders freut mich dann immer der Hinweis der Disneyjünger im Forum, dass das die anderen auch machen. Dieser Logik folgen unsere Politiker auch immer: Die Mehrwertsteuer in Deutschland ist nur im Mittelfeld in der EU. Klar, aber insgesamt haben wir die höchste Steuerlast in der EU. Gleiches kann man auf WDW übertragen. Das ist insgesamt auch das teuerste Reiseziel vor Ort. Aber zahlt ihr ruhig ohne Beschwerden. Vielleicht eröffnet Disney auch noch ein Spendenkonto bei Gringotts, das man wegen seines schlechten Gefühls füllen soll, wenn man wieder einmal bei Universal fremdgegangen ist.

Für alle Disneykapitalisten hätte ich hier noch ein paar Ideen, wie man Geld machen kann:

– Einführung einer Becher, Teller und Besteck-Fee. Immerhin kennen so etwas die Italiener in ihrem Land auch.

– Einführung von Serways Toiletten („50 Cent für Ihren Einkauf und 20 Cent für unseren Service“). Schon die Römer sagten, Geld stinkt nicht.

– Luftreinhaltungsfee: Man muss die vielen Bäume auf dem Gelände ja auch unterhalten.

– Auslassfee: Jeder muss zahlen, wenn er das Gelände verlässt und eventuell sein Geld woanders ausgibt. Das wäre Esta nur konsequent weitergedacht.

– Straßenbenutzungsfee für die Marathonläufer. Immerhin muss man für die extra Umleitungen aufbauen. Eigentlich könnte man gleich eine PKW-Maut einführen. Machen doch viele Länder auch.

– Befummelungsfee: Für jede Untersuchung am Parkeingang muss man bezahlen. Das läuft ja auch am Flughafen so. Für eine genauere Untersuchung ist dann noch zusätzlich Vergnügungssteuer zu entrichten.

– Grundwasserabgabe oder Bewässerungsfee für alle Wasserattraktionenfahrer. Schließlich muss man das Wasser der Umwelt entnehmen und wieder recyceln und in Deutschland gibt es so eine Entwässerungsgebühr ja auch.

– Fernsehgebühr. Das sind doch die Deutschen gewohnt. Egal, ob man den Rotz schaut, man bezahlt dafür.

– Benzinzuschlag für die Busse. Die Fluggesellschaften machen das auch, auch wenn die Kerosinpreise drastisch gefallen sind.

Also immer weiter. Es liegt noch ein weiter Weg vor euch…

So sieht Grumpy die Welt der Preistreiber!

 

Der Typ im roten Mantel

Man muss in diesen Zeiten vorsichtig sein und es wird immer wieder geraten, dass man auffällige Beobachtungen und Fremde der Polizei melden soll, aber die interessiert sich nicht wirklich dafür.

In letzter Zeit beobachte ich einen herumlungernden, vermummten Kerl an verschiedensten Stellen, meist dort, wo viele Menschen und Kinder sind. Er versteckt sich unter einen bodenlangen roten Mantel mit Kapuze, die er meist tief ins Gesicht zieht – nein, er ist kein Jedi. Manchmal trägt er auch eine Art Tüte auf dem Kopf mit einem Kreuz darauf (meist am 06. Dezember). Sein Gesicht ist unter einem dicken Bart nicht zu erkennen.

Dieser Meister der Tarnung versteht es, sich anzupassen. Mal ist er groß, mal klein, mal dick, mal dünn, mal mit dunkler Stimme, mal mit Akzent. Obwohl er zur Weihnachtszeit alleine arbeitet, scheint er nur am 06. Dezember mit einem als gewalttätig bekannten Komplizen unterwegs zu sein (Knastfreigänger?). Belzebub oder Knecht Ruprecht sind bekannte Alias-Namen dieses finsteren Burschen. Außerdem ist der Kerl im roten Mantel anscheinend selbst nicht sicher vor den Launen dieses Schlägers. Warum sonst hat er in dieser Zeit immer einen Schlagstock dabei? Dazu soll der Typ im Anzug auch noch Türke sein und niemand weiß, was er da in seinem Sack mit rumschleppt…

Es gibt Leute, die behaupten, der Kerl am 06.12. sei ein anderer als der in der Zeit danach. Mir scheinen beide fast gleich – auf jeden Fall gleich verdächtig. Beide verteilen Bomben an ungläubig drein schauende Kinder – Kalorienbomben.

Angeblich kann die Variante nach dem 06.12. mit einem Schlitten fliegen und soll vom Nordpol kommen, wo er als Großproduzent in Kinderarbeit Spielzeug herstellen lässt. Der Verschleiert doch sicher seine Herkunft. Wir alle wissen doch, dass Spielzeug in Kinderarbeit nur in China produziert wird.

Normalerweise glaube ich nicht dran, dass jemand fliegen kann, wenn ich aber durch die Stadt gehe und sehe den Kerl an jeder Ecke, an der ich vorbeikomme, sitzen, kann ich mir das auch nicht anders erklären, wie der so schnell von A nach B kommen kann.

Egal wie, suspekt ist mir die Sache schon und ich frage mich, wie der Kerl jedes Jahr einreisen kann. Bei der Homelandsecurity hätte es sowas nicht gegeben. Da hätte es geheißen: „Runter mit dem Mantel und rasieren“, bis die Gesichtserkennung grünes Licht gegeben hätte…

So sieht Grumpy die Vorweihnachtszeit.

Teenager, das unverstandene Wesen

Was ist größer als ein Zwerg und bewegt sich intellektuell aber oftmals auf Kleinkindniveau? Richtig der Teenie. Lateinisch: Keinerverstehtmichus. Es gibt sie in allen Größen, Farben und Formen aber einige Dinge sind auf der Welt immer gleich beim Teenager:

Grundsätzlich ist der Teenager mit einem Löwen im Zoo vergleichbar. Er ist domestiziert und kann sogar ganz lieb mit seinen Tierpflegern (respektive Eltern) umgehen und manchmal (wenn keiner hinschaut) schmusen. Dann kann die Stimmung aber binnen Sekunden kippen und jeder in seiner Nähe sollte genügend Abstand haben, sonst tut es weh.

Der gemeine Teenager ist kein Schläger. Seine Waffen sind eher Worte und die kleinen Hausdrachen verstehen es vorzüglich, mit Worten zu treffen. Wie oft haben sich Eltern schon gefragt, warum das Kind plötzlich so ist und von welchem Elternteil es das wohl hat. Gerade wir Männer neigen in diesen Momenten dazu, alles in Frage zu stellen: „Da ich niemals so war, muss entweder meine bessere Hälfte diese Gene in die Familie gebracht haben – und dafür hasse ich sie – oder sie ist diesbezüglich unschuldig und ich bin nicht der Vater des kleinen Monsters – dafür hasse ich sie auch.“ Beide Gedankengänge sind nicht gerade beziehungsförderlich, weshalb viele Ehen auch im Teenageralter der Kinder geschieden werden.

Eine besondere Herausforderung im Jahr stellt der Familienurlaub dar. Was in den vergangenen Jahren so harmonisch ablief und Kraft für den Rest des Jahres brachte, ist nun zur unerwarteten Zerreißprobe geworden. Nimm dem Löwen sein Rudel und bringe ihn in ein neues Umfeld und du wirst keinen Spaß mit dem Biest haben. Genau so ist es auch mit dem Teenager. Trenne ihn von seinen Freunden und isoliere ihn in fremder Umgebung mit seinen „Alten“ und du wirst unbekannte Seiten deines Kindes kennen lernen…

Generell muss man natürlich zwischen den männlichen und den weiblichen Exemplaren unterscheiden. Beiden gemein ist die Hormongesteuertheit, die mit unberechenbaren Gefühlsausbrüchen einhergeht. Diese Phase kennt der Mann sonst nur bei Schwangerschaft der Holden.

Das männliche Teenagerexemplar neigt dazu, sich vergleichen und der ganzen Welt seine Kraft zeigen zu wollen. Das beginnt mit Prahlereien und Gepose, geht über Schlägereien und endet mit dem ersten aber nicht letzten Vollrausch. Meist dauert die Teenagerphase der maskulinen Exemplare länger als die der femininen. Manche finden tatsächlich nie aus dieser Übergangszeit heraus und stellen mit Vierzig fest, dass man sich finden und neu beweisen muss. Das nennt man dann Midlife Crisis (Fourtyager-Pubertät hört sich ja auch bescheiden an).

Die weiblichen Exemplare stehen ihren männlichen Artverwandten in nichts nach. Posing heißt hier Schminken oder Stylen. Prahlerei geschieht weniger mit Taten als mit Taschen und vermeintlichen Designerklamotten (Nein Mädels, H&M, Zara und wie sie alle heißen sind keine Haute Couture). Im Gegensatz zum Männchen versteht sich das weibliche Exemplar durchaus noch auf Diplomatie. Bei Bedarf wird das Prinzesschen hervorgezaubert und Daddy mit einem Augenklimpern vom eigenen Anliegen überzeugt. Mutti, die diese miesen Schachzüge und die Berechnung dahinter aus Erfahrung zu Durchschauen versteht, wird zum Feind, der als Hindernis auf dem Weg zum Ziel liegt. Das ist der Grund, warum viele Mutter-Töchter-Verhältnisse in den Teeniejahren leiden, während Papa erst zu spät erkennt, dass die kleine Prinzessin mittlerweile selbst zur bösen Königin herangewachsen ist.

Das Schöne an der Pubertät unserer Teenager ist aber, dass sie – sollte man sie nicht vorher erwürgt, erschlagen, erschossen, erstochen oder vergiftet haben – irgendwann vorbei ist. Dann hat man hoffentlich einen gut entwickelten, erwachsenen und eigenständig lebensfähigen Menschen vor sich, dem man für das weitere Leben alles Gute wünscht – und ein paar Kinder, die genau so sind, wie er selbst einmal war…

So sieht Grumpy die Teenager dieser Welt

My Magic +, aber wo ist das Plus?

Jetzt ist es schon einige Zeit im Einsatz, das My Magic Plus System. Hier mal ein paar Gedanken zu diesem:

Ach, was war das für eine Vorfreude, dass man nicht mehr diese ollen Fast Pässe direkt am Automaten ziehen musste, die man dann auch an andere verschenken konnte, wenn man sie doch nicht benutzt hatte. Jetzt kann man sich schon Monate auf das Erlebnis vorbereiten. „In einem halben Jahr werde ich um 17:30 Uhr eine Runde Space Mountain fahren“ hört sich strange an, ist aber für die anderen Pauschaltouristen, wenn die ehrlich sind, durchaus bekannt. Die können für ihren All inclusive Urlaub doch auch sagen, dass sie im Sommer um 17:30 Uhr gerade den zwölften Caipirinha mit gepanschtem Alkohol an der Poolbar trinken werden. Also hat Disney hier nur einen Vorteil anderer Urlaubsformen aufgeholt.

Es ist ja auch so wunderbar, wenn man den Urlaub von der ersten bis zur letzten Minute durchplanen kann. Das ideale Beamtentool ist das. Natürlich ist Disney großzügig und lässt jeden gleich drei Fast Pässe ziehen – ob er will oder nicht. Somit weiss ich also ganz genau, dass Splash Mountain am ersten Urlaubsdienstag um 14:30 Uhr mein Zuhause sein wird – ob es wie aus Eimern gießt oder nicht…

Kombiniert mit dem Dining Plan (anders kann man ja nicht jeden Tag in WDW richtig Essen gehen, da alle Restaurants vorreserviert sind und man sich das Erlebnis gar nicht leisten kann) entsteht also ein vollkommenes Planungstool. Ob Hunger oder nicht, um die vor einem halben Jahr festgelegte Uhrzeit wartet ein Essen auf mich, das ich ohne Reservierung vielleicht gar nicht gegessen hätte und ohne Dining Plan wäre sicher auch das Dessert ausgefallen. Jetzt weiß ich, warum viele Amerikaner aussehen, wie sie aussehen…

Aber das Planen macht so viel Spaß und ist eine echtes Familienerlebnis. Gerüchten zu Folge sind die Scheidungs- und Trennungsraten, die traditionell nach Urlauben aller Art hoch sind, nach Disney-Urlauben weit unter dem Schnitt anderer Urlaubsformen. Das liegt daran, dass viele Paare sich bei der Planung schon so in die Wolle geraten, dass sie entweder schon vor dem Urlaub auseinander gehen oder sich wahlweise auch gegenseitig erschießen. Wer die Urlaubsplanung erfolgreich überlebt hat und dennoch als Familie hinfährt, ist geeignet die perfekte Familie am „happiest place on earth“ zu spielen. Dennoch traut Disney dem (Familien-) Frieden nicht so ganz und lässt alle Besucher vor Betreten der Parks vorsichtshalber nach Waffen durchsuchen…

Natürlich kann man alles in einer App verwalten. Mir fehlt eigentlich nur noch die Klo-App. Da gebe ich ein halbes Jahr vorher ein, wann ich auf welcher Toilette plane, das Essen wieder los zu werden. Dann sind entsprechende Kabinen für mich reserviert. Wer spontan muss, dem bleibt dann noch eine „Notkabine“ für die Nichtreservierer oder die „Pariser Lösung“ Büsche und Bäume.

Für besonders luxusorientierte Kunden bietet Disney dann auch die My-VIP-Klo-Variante an. Die beinhaltet mit Mickey bedrucktes Papier und eine Kabine mit japanischen Toiletten. Ich meine die mit dem Wasserstrahl und dem Föhn. Dazu gibt es Wende-Pins für diese VIP-Scheisser. Je nach Bedarf hat man die eine Seite mit „Just do it“ (sponsored by Nike) oder die andere Seite mit „Just did it“ am T-Shirt befestigt.

So sieht Grumpy die My Magic Welt